<table style=”width: 610px; height: 183px;” border=”0″>
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<td><img border=”0″ src=”images/stories/meine/wanphra.jpg” /></td>
<td>Wan-Phra / วันพระ</td>
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<td>Als Uposatha-Tag, auf Thai auch Wan Phra วันพระ genannt, werden vier nach den Mondphasen bestimmte Tage bezeichnet: der Voll- und Neumondtag sowie der zunehmende bzw. abnehmende Viertelmondtag. An zwei Tagen davon, nämlich an den Voll- und Neumondtagen, werden die Ordensregeln (patimokkha) vor der versammelten Mönchsgemeinde vorgetragen. Hierzu müssen aber wenigstens vier Bhikkhus anwesend sein, denn erst ab dieser Anzahl können sogenannte sangha-kamma (Ordens-Handlungen) vollzogen werden. Bei drei Bhikkhus wird stattdessen eine Zeremonie der Bestätigung der Reinheit (parisuddhi) der eigenen Praxis nach dem Standard der im Vinaya festgelegten Lebensweise für vollordinierte Mönche (bhikkhu) durchgeführt.</td>
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<td>In buddhistischen Ländern nehmen sich viele der Gläubigen und Laienpraktizierenden Zeit um wenigstens an einem der Uposatha-Tage zu einem Kloster oder Tempel zu gehen. Dort können die an diesem Tag ernsthaft praktizieren wollenden Laien die 8 Tugendregeln auf sich nehmen um sich im Rahmen dieses buddhistischen Feiertages besonders in der Sila-Praxis zu schulen. Die vier Uposatha-Tage sind somit Tage der inneren Einkehr, der Reinigung und der Erneuerung der eigenen Dhamma-Praxis. Wenn auch oft die Laien gewöhnlich sehr beschäftigt sind und kaum Zeit haben für Meditation, dann besinnen sie sich wenigstens an den Mondtagen auf die Unentbehrlichkeit von sīla, samādhi und paññā für den Einzug von Glück und Frieden in ihr Leben und für das Vorankommen auf dem Weg zur letzendlichen großen Befreiung (nibbana).</td>
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<p>Der Ursprung des Uposatha-Tages findet sich in der vor-buddhistischen brahmanischen Religion und ihren Schriften. In den alten Versen des Rig-Veda wird der Upavasatha als ein Tag des Fastens zur Vorbereitung auf das sogenannte Soma-Opferritual erwähnt. Der Uposatha-Tag hat somit eigentlich nach seiner vor-buddhistischen Bedeutung die eines Fastentages. Auch andere religiöse Bewegungen nutzten zu Zeiten des Buddha diese Tage zur Zusammenkunft und Einkehr wie auch zur Darlegung ihrer Lehren. Erst auf einen Vorschlag des Königs von Maghada, Seniya Bimbisara, übernahm der Buddha diese Sitte und ordnete an, daß sich seine Jünger an diesen Tagen versammeln mögen. Die Bhikkhus trafen sich fortan am 14. oder 15. Tag des Mondmonats, d.h. bei Vollmond, und am jeweils achten Tag des zunehmenden und des abnehmenden Mondes, beschränkten sich bei ihren Treffen jedoch zunächst noch auf eine gemeinsame Meditation in achtsamen Schweigen. Böse Stimmen aus dem Volk kommentierten, die Mönche säßen doch zusammen “wie dumme Schweine” (wir würden heute wohl eher “wie schweigende Lämmer” dazu sagen). Der Buddha verfügte daher, daß bei den Zusammenkünften der Mönche über die Lehre gesprochen werden sollte. Nachdem schließlich die Ordensregeln über einen vieljährigen Zeitraum enstanden und auch die Anzahl der Mönche im Sangha stark angewachsen war, änderte er diese Anweisung insofern, daß die Bhikkhus bei ihren Versammlungen die ihnen aufgegebenen Regeln rezitieren sollten. So kam es, dass seit dieser Zeit die Bhikkhus jeweils am Voll- und Neumond-Tag die Patimokkha-Feier abhalten, d. h. sie rezitieren die 227 Trainings-Regeln wie sie der Buddha vor 2500 Jahren festgelegt hat.</p>
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<p>Die Laien können, wenn sie ernsthaft üben wollen, an den Uposatha-Tagen die acht Tugendregeln freiwillig einhalten. Wenn möglich, nutzen sie diese Tage um ihr Kloster vor Ort zu besuchen, Essen zu spenden, den Dhamma-Vorträgen der Mönche zu lauschen und mit Gleichgesinnten zu meditieren.</p>
<p>Im Anguttara Nikaya finden wir im Achterbuch Lehrreden über den Uposatha Tag und den Segen, den er denjenigen bringt, die durch die Einhaltung der 8 Tugendregeln (auch: Entschlüsse) ihre buddhistische Praxis enorm vertiefen können. Der Uposatha-Tag hat die Bedeutung des Fastentages teilweise beibehalten. Es wir nur bis zur Mittagszeit (Sonnenhöchststand) gegessen und was noch viel wichtiger ist, besonders durch die Einhaltung der Tugendregeln ein Heilfasten des Herzens von unheilsamen Dingen ermöglicht. Durch das Einhalten der Tugendregeln werden die Laien an diesen Tagen von ihrem Verhalten den in die Hauslosigkeit gezogenen ähnlicher und sie erfahren so das Glück und die Freiheit, wenigsten an vier Tagen des Monats einen gesamten Tag nach dem Vorbild des Buddhas praktizieren zu können</p>
</td>
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<p>Quellenangabe : <a href=”http://www.bodhi-vihara.org”>http://www.bodhi-vihara.org</a></p>
<p>von Bhikkhu Philipp Thitadhammo, Freising</p>

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